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Lisette Lombé präsentiert „Die Nacht, Der Kampf“

„Die Nacht, Der Kampf“ ist das elfte Gedicht von Lisette Lombé in ihrer Rolle als Dichterin bon Belgien. Bevor wir in diesen Text eintreten, vertraut uns die Autorin einige Worte über ihre Herkunft an, über das, was wacht, wenn alles sich verdunkelt.

 

Ich bin von Menschen umgeben, die für Dinge empfänglich sind, die sich dem Rationalen, dem Sichtbaren, im engeren Sinne Greifbaren unseres Daseins entziehen. Diese Menschen sind Botinnen, Brücken, Durchgänge. Für sie wollen Träume, Begegnungen, Prüfungen gedeutet werden. Manche von ihnen haben etwas mit Lyrik zu tun, andere überhaupt nicht.

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„Die Nacht, Der Kampf“, das elfte Gedicht von Lisette Lombé

DIE NACHT, DER KAMPF

Die erste Nacht ist immer die kräftezehrendste.
Alles muss noch dechiffriert,
alles noch verstanden werden.
Es ist Arbeit,
die Zeichen miteinander zu verbinden,
wenn man einmal akzeptiert hat, dass die Offenbarung nicht vom Himmel fällt.

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Lisette Lombé veröffentlicht ihr zehntes Gedicht

Heute stellt Lisette Lombé ‚KONGO, KONGO vor – ihr zehntes Gedicht als Dichterin von Belgien. Sie schrieb diesen Text anlässlich des Tages der Nationalhelden in der Demokratischen Republik Kongo. Lesen Sie hier einige Worte von Lombé zu ihrem Gedicht:

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„KONGO, KONGO“, das zehnte Gedicht von Lisette Lombé

KONGO, KONGO

 

Kongo-Leichenschauhaus,

Wie viele Leben für eine Tonne Coltan oder Kupfer?

Wie viele Kindheiten in deinen Wunden unter freiem Himmel?

Kongo-Gesang der Ratschen,

Zu wessen Füßen sich werfen, um um Frieden zu flehen, wenn selbst die Götter mit deinen Führern und den Aktionären des Geldplaneten Himmel und Hölle spielen?

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Lisette Lombé eröffnet das Jahr mit ihrem neunten Gedicht als Dichterin von Belgien

Ein Text des Übergangs und der Gegenwart, dargeboten wie ein Wunsch: standhalten, aufrecht bleiben, weitergeben. Zu Beginn des Jahres 2026 schreibt sich dieses Gedicht in ein wesentliches Beharren ein — die Liebe neu auszusprechen, immer wieder, als Geste der Fürsorge, des Widerstands und der Wachsamkeit für jene, die nach uns kommen.

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„Nach der Liebe, die Liebe“, das neunte Gedicht von Lisette Lombé

NACH DER LIEBE DIE LIEBE

 

Schon beim Abendessen hatte ich bemerkt, dass etwas nicht stimmte.

Du warst blass, eine leere Hülle, da, ohne wirklich da zu sein.

Du aßt deine Fritten mit Messer und Gabel statt mit den Fingern.

 

Verschwunden,

das selige Lächeln der vergangenen Tage, die zufriedenen Seufzer und der bernsteinfarbene Schein deiner Aura.

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Lisette Lombé veröffentlicht ihr 8. Gedicht als Dichterin von Belgien

25. November, Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.

Lisette Lombé veröffentlicht „25. November“, das achte Gedicht ihres Auftrags als Dichterin von Belgien. Ursprünglich für die Literaturzeitschrift Sabir geschrieben, erschien der Text zum ersten Mal in der 6. Ausgabe 2023, in der es um die Gegenwart und ihre Herausforderungen ging. Er ist eine Ergänzung eines Facebookposts aus 2022:

 

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„25. November“, das achte Gedicht von Lisette Lombé

25. NOVEMBER

So begab es sich …
So begab es sich, dass sich – auf eindrucksvollste Weise –
So begab es sich, dass sich unsere Brustkörbe eines Tages öffneten.

 

Manche von uns sprechen von Bomben unter den Knochen.
Manche von uns sprechen von einem klaffenden Loch in der Brust oder tiefsten Abgründen.
Manche von uns sprechen von einem großen Aufreißen des Himmels,
von umgekehrten Jahreszeiten,
von Krusten, die unter dem Druck enormen Leidens aufbrechen.

 

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Lisette Lombé veröffentlicht ihr siebtes Gedicht

Lisette Lombé enthüllt heute „Essen“, ihr siebtes Gedicht als Dichterin von Belgien das während ihres Aufenthalts in der Villa Valmont, Haus für Literatur und Landschaften in Bordeaux, entstanden ist. Sie teilt hier mit uns, was dieses Gedicht inspiriert hat :

Als ich in die Schreibresidenz einziehe, schotte ich mich von der Aktualität und den üblichen Alltäglichkeiten ab. Die ganz der Kreativität vorbehaltene Zeit ist so kostbar, dass ich sie sorgsam bewache. Die Nachrichten aus der Welt erreichen mich also mit Verzögerung. Es war in der Villa Valmont im Lormont, bei Bordeaux, wo ich vom Tod des kleinen Fabian erfahren habe, 11 Jahre, erfasst von einem Polizeiwagen nach einer Kontrolle seines Elektrorollers, bei einer Verfolgungsjagd in einem Park in Ganshoren.

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„Essen“, das siebte Gedicht von Lisette Lombé

ESSEN

In einem früheren Leben habe ich mich an die Spielregeln gehalten.
Ich füllte Einkaufswagen und hielt mich strikt an die Listen für den Schulbedarf.
Klebte ein Etikett mit den Vornamen meiner Kinder auf alles, absolut alles, was ihnen gehörte.
Ich band ihre Schreibhefte in Klarsichtfolie ein, die sich wellte und jede entstandene Blase schien zu sagen, was für eine wenig sorgsame Mutter ich sei.
Ich strafte mich selbst mit roten Aufklebern, noch bevor die Kritik kam.

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