• Charles Ducal

    Die Gedichte des Nationalen Dichters

    Lesen Sie hier alle Gedichte, die Charles Ducal als Nationaler Dichter schreibt.

    Am Mittwoch, den 29. Januar 2014 wird Charles Ducal in Passa Porta der Presse und dem Publikum sein erstes Gedicht vorstellen.

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Das fünfte Gedicht von Els Moors als Nationale Dichterin

Ruisbrousse. Ein Handbuch für den Zoniënwald ist ein Projekt des Nationalen Dichters, Poëziecentrum und Project Horizon+. Els Moors, der Nationale Dichter, ging zusammen mit dem Schriftsteller und Musiker Dirk Elst in den Zoniënwald. Ihre Erfahrungen im Wald und ihre Tonaufnahmen sind die Inspiration für die Gedichte von Els. Darüber hinaus bietet dieses Handbuch Einblicke in die Horizon+ -Projekte.

 

maßlos tief

und maßlos hoch

und lang und breit

 

mir ist als irre ich

in der weite

des windes umher

 

zurückgeweht

zu einem anfang

nichts findend

 

was nicht woanders

schon zum leben

kommen wollte

 

zersplittert durch

das reinste licht

blind

 

bin ich

bildlos

ruhend

 

in allem was unteilbar

durch die welt

strömt

 

Die Einigung mit Gott, die der geistliche Mensch fühlt, sobald der Herr die Einigung dem Geiste grundlos offenbart, die ist maßlos tief, maßlos hoch, maßlos lang und breit. In dieser Einigung wird der Geist gewahr, daßs er sich selbst durch die Minne entsunken ist in die Tiefe, und entstiegen in die Höhe, und entgangen in die Länge; und er fühlt sich verirrt in die Weite, und fühlt sich wohnend in einer unbekannten Bekanntheit. Und er fühlt sich zerflossen durch das ihm anhaftende Gefühl der Einigung in der Einheit, und durch völliges Ersterben in der Lebendigkeit Gottes.

Aus: Die Zierde des geistlichen Hochzeit. Vom glänzenden Stein. Das Buch von der
höchsten Wahrheit, p. 166, Jan van Ruusbroec, ed. Th. Grieben’s Verlag , Leipzig
z.j., vert. Lambert, F.A.

 

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Das vierte Gedicht von Els Moors als nationale Dichterin

Inspiriert von Haydn, der Novelle Lenz von Georg Büchner und die letzte Worten von Jezus Christus, „vater vergib ihnen denn sie wissen nicht was sie tun“

 

 

in diesen bergen will ich sterben

doch ich gehe noch

auf dem kopf

den schritt im nebel

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Das dritte Gedicht von Els Moors als nationale Dichterin

Im Auftrag von Dichter bij Beeld Middelheim zum Werk ,Die Badenden‚ von Luciano Fabro.

 

wir gingen bis an unsere weißen laken hinein
nicht weiter wir flossen für die welt
wie ein stein im wasser schwebt das sich
kräuselt

und immer wenn es abend wurde
fingen wir blutend an
zu verderben
was uns am morgen leben ließ

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Das zweite Gedicht von Els Moors als nationale Dichterin

meine stadt ist eine des mondes
von corona und havanna und einsam
schlafen gehen von der anderen seite des parks
mit seinen lachenden schwänen

 

eine des aufsteigenden flugzeugs
der müllsäcke der durchreiche
des bistros der abhängigkeiten die die
staatskasse speisen

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Das erste Gedicht von Els Moors in arabischer Sprache

1


مدننا هي في المطر عند سقوط الرماد

يعيشون في العاصفة مثل الضحك الرنّان

 
في هذه الزاوية من الشارع نبني الدار

 جَرَى انقسام الجدران

 
جارنا صديقنا

  تسمم الكلب بازئبق البلوط

 
الممتلكات التي تساوي  قيمة المُمْتَلِك

 ألا شجار في محيطنا تظل طَرَشًا لأي طلب ظالم

أخضر في فصل الربيع مثل وسم الحيوانات الصغيرة

يقفون مُصْفَرّ كجريمة في حَقْل بذور اللفت

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Postlagernd

Postlagernd

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Alte Frau

Alte Frau

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Das Meer

Wenige Orte sind so belgisch wie der Nordseestrand. Mit seinem zwölften Gedicht zieht es Charles Ducal ans Meer. Sein Urlaubsgedicht erscheint in Form einer Postkarte auf dem Festival Theater aan Zee.

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Flüchtlinge

Die Öffentlichkeit reagiert schockiert auf die steigende Zahl der Toten vor den Grenzen der Festung Europa. Charles Ducal, Belgiens Dichter der Nation schreibt in seinem Tryptichon nicht über die Menschenschmuggler, sondern er beleuchtet unsere Zivilisation. Das Recht auf Migration ist – theoretisch jedenfalls– ein Grundrecht der Menschen, jeder Ertrunkene ein Schrei nach weniger Eigeninteresse und mehr Gewissen. Hören wir ihn?

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Befreiung 1945

Auch wenn die Waffen schweigen, ist der Krieg in zahllosen Köpfen noch nicht vorbei. Das zehnte Gedicht des Dichters der Nation erinnert an das Ende des Zweiten Weltkriegs (am 8. Mai). Inspiration für das Gedicht fand er in der eigenen Familiengeschichte während dieses Krieges.

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