Lisette Lombé eröffnet das Jahr mit ihrem neunten Gedicht als Dichterin von Belgien
Ein Text des Übergangs und der Gegenwart, dargeboten wie ein Wunsch: standhalten, aufrecht bleiben, weitergeben. Zu Beginn des Jahres 2026 schreibt sich dieses Gedicht in ein wesentliches Beharren ein — die Liebe neu auszusprechen, immer wieder, als Geste der Fürsorge, des Widerstands und der Wachsamkeit für jene, die nach uns kommen.
Hier sind die Worte der Autorin zur Begleitung dieses Textes:
Seit mehreren Monaten poste ich jeden Morgen das Wort LIEBE auf Instagram. Ein Ritual des Widerstands. Alle Formen der Liebe. Gegen alle Formen des Hasses.
An diesem Wendepunkt zum Jahr 2026 wünschen wir uns gegenseitig Fürsorge, Präsenz, Zuhören und Zärtlichkeit als Bollwerke gegen Spaltung und Entmenschlichung.
Ich spreche hier von engen Kreisen, von Wahlfamilien, von Frieden in den Familien.
Das Ende von Diskriminierung, Völkermord und systemischer Unterdrückung ist noch nicht in Sicht.
Die besten Wünsche für die Jugend. Kraft für die Erwachsenen. Poesie, niemals ein Luxus.
Immer wieder LIEBE sagen.

