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Das vierte Gedicht von Els Moors als Nationale Dichterin

Inspiriert von Haydn, der Novelle ‚Lenz‘ von Georg Büchner und die letzte Worten von Jezus Christus, „vater vergib ihnen denn sie wissen nicht was sie tun“

 

in diesen bergen will ich sterben

doch ich gehe noch

auf dem kopf

den schritt im nebel

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Das vierte Gedicht von Els Moors als nationale Dichterin

Inspiriert von Haydn, der Novelle Lenz von Georg Büchner und die letzte Worten von Jezus Christus, „vater vergib ihnen denn sie wissen nicht was sie tun“

 

 

in diesen bergen will ich sterben

doch ich gehe noch

auf dem kopf

den schritt im nebel

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Das dritte Gedicht von Els Moors als nationale Dichterin

Im Auftrag von Dichter bij Beeld Middelheim zum Werk ,Die Badenden‚ von Luciano Fabro.

 

wir gingen bis an unsere weißen laken hinein
nicht weiter wir flossen für die welt
wie ein stein im wasser schwebt das sich
kräuselt

und immer wenn es abend wurde
fingen wir blutend an
zu verderben
was uns am morgen leben ließ

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Das dritte Gedicht von Els Moors als nationale Dichterin

Im Auftrag von Dichter bij Beeld Middelheim zum Werk ,Die Badenden‚ von Luciano Fabro.

 

wir gingen bis an unsere weißen laken hinein
nicht weiter wir flossen für die welt
wie ein stein im wasser schwebt das sich
kräuselt

und immer wenn es abend wurde
fingen wir blutend an
zu verderben
was uns am morgen leben ließ

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Mit einem Gedicht Patenschaft für Ihre Stadt übernehmen

Am 21. März, dem Welttag der Poesie, lädt die belgische nationale Dichterin Els Moors alle Menschen rund um den Globus dazu ein, ihre schönsten Oden und Elegien über ihre Städte (/ Länder / Gemeinden / …) zu sammeln und zu veröffentlichen. In Zeiten von Gentrifizierung, Massentourismus und weltweiter Migration sehnen wir uns nach einsamen Flaneuren und notorischen Wanderern, die das mysteriöse Herz ihrer Städte enthüllen möchten. Schätzen Sie Ihre Geburtsstadt nach wie vor? Hat die Liebe Sie an einen anderen Ort verschlagen oder mussten Sie Ihre Heimat unfreiwillig verlassen? Übernehmen Sie eine Patenschaft für Ihre Stadt, indem Sie eine urbane Elegie schreiben, und seien Sie Teil der Entstehung des derzeit außergewöhnlichsten Reiseführers: The adopted cities.

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Das zweite Gedicht von Els Moors als nationale Dichterin

meine stadt ist eine des mondes
von corona und havanna und einsam
schlafen gehen von der anderen seite des parks
mit seinen lachenden schwänen

 

eine des aufsteigenden flugzeugs
der müllsäcke der durchreiche
des bistros der abhängigkeiten die die
staatskasse speisen

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Die ersten Worte von Els Moors als nationale Dichterin

Vor fünf Jahren war ich in Berlin. Ich ging viel zu spät zu Bett, obwohl ich wusste, dass ich dadurch riskierte, am nächsten Morgen meinen Flug nach Hause zu verpassen. An diesem Abend hatte ich kaum Geld dabei, aber Catherine, eine britische Übersetzerin von Poesie, schlug vor, uns die Kosten für ein Taxi nach Hause zu teilen. Catherine war ein Mann, der sich im Laufe der Jahre immer mehr zu einer Frau entwickelt hatte. Ihre tiefe Stimme und ihr fragil wirkender Körper gaben mir den Eindruck, dass ich zum ersten Mal wahrnehmen konnte, aus welchem Material Frauen und Männer tatsächlich bestanden.

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Die Abschiedsrede von Laurence Vielle und Ihr letztes Gedicht ‘Brief an Brüssel’

,Wähle ein Haus der Poesie!
Fülle dein Haus,
fülle dein Leben
mit Poesie!’

David Giannoni en Laurence Vielle

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Brief an Brüssel

Brüssel mit seinen bistros die an kurzen wintertagen wie
leuchttürme an einem großen meer strahlen hier wärmst
du dich auf Brüssel das fröhliche mehrsprachige Brüssel
sagst sjoeke couque manneke dikkenek und fritkot Brüssel
wo sich so mancher redlich bemüht den geschmähten
helden der großen überfahrt obdach zu gewähren Brüssel
wo sich gedichte nur an regentagen auf pflastersteinen
zeigen Brüssel mein herz zerbröckelt entlang der gleise

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Das erste Gedicht von Els Moors als nationale Dichterin

Übersetzt von Isabel Hessel & Christina Brunnenkamp und dem Übersetzerkollektiv von Passa Porta.


1.


unsere städte liegen im regen wenn die asche fällt
sie wohnen im sturm wie schallendes gelächter

an dieser straßenecke bauen wir das haus
kommt es zum spalten der mauern

unser nachbar unser freund
hat den hund mit quecksilber aus eicheln vergiftet

besitz gleichwertig mit der wertigkeit des besitzers

die bäume unserer landschaft bleiben taub für alle unfairen forderungen
grün im frühling wie das spritzen junger tiere
stehen sie in einem rapsfeld gelb wie ein verstoß

unsere geschichte ist ein orchestriertes registrieren des aus
unannehmlichkeiten geborenen chaos

von wichtigen und weniger wichtigen personen
der ausbeutung des freien lichts

in den augen unfreier menschen
die rhythmische notwendigkeit unserer lieder

aus den fasern des papiers gepresst

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